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DAS SILIZIUM: bekannt und verwendet seit der Antike
Geschichten und Legenden
Im Volksglauben besitzt jede Gesteinsart eine besondere "magische" Funktion: Hirten reiben zum Beispiel die Stirn eines Schafes mit drei Kieselsteinen ein, um Krankheiten zu vermeiden, oder sie geben ihm Wasser aus einem Eimer mit Steinen zu trinken.
In China verhilft das Einreiben der Haut mit einem Jadeplättchen zu Schönheit. Jade (Aluminium- und Kalziumsilikat) wurde auch zur Heilung von Nierenkoliken verwendet.
Bezoare (aus dem Persischen pad-zahr: "Gegengift"): in den Eingeweiden (Darm, Magen, Gehirn, Gallen- oder Harnsteine) von Tieren gefundene Steine. Sie wurden durch Reiben auf einem rauen Schleifstein mit etwas Wasser zu Puder zerrieben. Ihre Einnahme wurde bei der Bekämpfung von Fieber, Schwäche und Vergiftung als hilfreich angesehen. Sie werden noch heute in der arabischen, indischen oder chinesischen Medizin verwendet.
Die Azteken bedeckten eine Wunde zur besseren Vernarbung mit einem Obsidian-Pulver enthaltenden Balsam. Mit mehr als 60% Siliziumoxid handelt es sich bei den Obsidianen um richtiges natürliches Glas. Eine Studie hat vor kurzem bewiesen, dass mit einem Skalpell aus Obsidian durchgeführte Schnitte schneller vernarben als die, die mit der üblichen Metallklinge durchgeführt werden.
Bis zum 19. Jahrhundert gab es in den Bevölkerungen regelmäßig große Epidemien. Die Nacheiferer von PASTEUR haben folglich – zu Unrecht – den Begriff Ansteckung in den Vordergrund gerückt. PASTEUR allerdings hatte eine andere Theorie in den Vordergrund gerückt: "Wir trinken 90% unserer Krankheiten; es lag einzig und allein am verunreinigten Wasser, dass sich die großen Epidemien der Vergangenheit ausbreiten konnten".
Es wurde festgestellt, dass einige Gruppen nicht von diesen Epidemien betroffen worden waren. Die Bevölkerung von MARSAT zum Beispiel, genießt eine nie in Frage gestellte Immunität (sogar ohne Impfungen). Sie verfügte und verfügt immer noch über zahlreiche und reichhaltige Quellen des VOLVIC-Wassers, das sehr reich an Silizium ist.
Pflanzenheilkunde
Der Schachtelhalm ist in der Pflanzenheilkunde für seine harntreibenden, abführenden, blutstillenden und remineralisierenden Eigenschaften bekannt und wurde sowohl Tuberkulosepatienten als auch an Anämie leidenden Menschen oder Rekonvaleszenten verschrieben.
Gewisse Autoren sehen ihn gar als unersetzlich an (Galenus sagte von ihm, dass er "einzigartig bei der Heilung von Wunden, egal wie groß sie auch sind", sei). Plinius stellte fest, dass er "Nasenbluten stoppte, harntreibend wirkte und Geschwüre heilte". Er empfahl sogar den Verzehr von Salaten aus den jungen Trieben der Pflanze als Revitalisierungsmittel.
Balneologie
Erst kürzlich wurde eine systematische Studie über die Zusammensetzung aller mineralischer Quellen in Frankreich vom Gesundheitsministerium in die Wege geleitet (zentralisierte Analysen im Labor "Laboratoire d'Hydrologie du Pr. Boulangé" in Nancy). Gewisse Wassersorten wie Châtelguyon oder Siloas (La Réunion) enthalten 80-90 mg Siliziumdioxid (SiO2) pro Liter, das Mineralwasser von La Salvetat liegt bei 72 mg/l, das von Chateldon bei über 100-110 mg/l und Badoit sogar bei 136 mg/l.
Die Anwendung von Heilschlamm hat neben ihrer positiven Auswirkungen auf die Gelenke die Eigenart, die Haut "zart" zu machen: Ein nicht zu vernachlässigender Zusatzeffekt, der vielleicht den Erfolg dieser Kuren erklärt. Diese Schlämme enthalten in der Tat recht beeindruckende Mengen an Siliziumdioxid.
Die Heilwasser, die in der Dermatologie einen guten Ruf haben (Uriage, Avène, La Roche-Posay, Néris-les-Bains usw.), enthalten allesamt bedeutende Mengen an Siliziumdioxid.
Im Vergleich dazu liegen die Werte im Wasser des städtischen Leitungsnetzes in der Regel unter 10 mg/l, insbesondere auf Grund der Ausflockung mit Hilfe von Aluminiumhydroxid, zu dem Silizium eine sehr hohe Affinität hat.
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